Die Option ist ein Kontrakt, gemäß dem der Verkäufer dem Käufer das Recht einräumt, einen Basiswert innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen. Es gibt zwei Grundtypen von Optionen: die Call-Option und die Put-Option. Die Optionen können sich als vorteilhafteres Hedging-Instrument als Futures-Kontrakte erweisen. In diesem Fall ist ihre Verwendung mit einer Versicherung vergleichbar, wobei die Bezahlung einer Optionsprämie analog einer Versicherungsprämie eine Garantie für den Ersatz der Verluste darstellt. Dabei sind die Verluste, wenn sich die Marktpreise in eine günstige Richtung bewegen, nur gleich der bezahlten Prämie für den Options-Hedge und im Unterschied zu den Futures können aus dieser Bewegung Einkünfte erzielt werden. Die beim Optionskauf bezahlte Prämie hat zwei Komponenten, einen „inneren“ und einen „vorübergehenden“ Wert. Wenn man sofort nach Ausübung der Option nach dem Kauf einen Gewinn erzielen kann, sagt man, dass sie einen inneren Wert hat, und bezeichnet sie als „im Geld (in the money)“. Im umgekehrten Fall handelt es sich um eine Option „aus dem Geld (out of the money)“. Wenn der Spot-Preis gleich dem Ausübungspreis ist, ist die Option „am Geld (at the money)“. Eine Überschreitung des inneren Wertes der Option durch den Wert der Option wird „vorübergehender“ Wert genannt. Er ist zum Verfallsdatum Null und proportional der Quadratwurzel aus der Länge des Zeitraums bis zu diesem Datum.
Amerikanische Optionen unterscheiden sich von den europäischen. Ein amerikanischer Kontrakt kann an einem beliebigen Handelstag bis zum Verfallsdatum ausgeübt werden, ein europäischer nur am Verfalltag des Kontraktes. Beim Abschluss einer Transaktion mit Optionen wird dem Broker eine Kommission ausgezahlt, die gewöhnlich geringer ist als beim Kauf des Basiswertes. Nichtsdestotrotz muss bei der Ausübung einer Option eine Kommission gezahlt werden, die gleich der Summe beim Kauf oder Verkauf des Basiswertes ist.
Margin-Bedingungen
Wenn der Verkäufer eine „gedeckte Kaufoption“ (Covered Call Writing) ausstellt, d.h. er besitzt den Basiswert der Option, ist eine finanzielle Sicherheitsleistung erforderlich und die nötige Zahl der Basiswerte wird bei der Brokerfirma aufbewahrt.
Wenn eine „ungedeckte Kaufoption“ (Naked Call Writing) ausgestellt wird, d. h. der Verkäufer besitzt den Basiswert nicht, ist die Sicherheitsleistung gleich dem höchsten Betrag, der durch zwei Methoden ermittelt wird. Erste Methode: Der Betrag ist gleich der Optionsprämie plus 20 % des Marktpreises des Basiswertes minus Differenz zwischen dem Ausübungspreis der Option und dem Marktkurs des Basiswertes (vorausgesetzt, der Ausübungspreis ist höher als der Marktkurs). Zweite Methode: Der Betrag ist gleich der Optionsprämie plus 10 % des Marktpreises des Basiswertes.
Beim Verkauf eines „gedeckten Puts“ (Covered Put Writing) sind auf dem Brokerkonto die erforderlichen Geldmittel (oder andere Basiswerte) in Höhe des Ausübungspreises der Option vorhanden und die Zahlung einer Margin ist nicht erforderlich.
Bei Fehlen der Geldmittel (oder anderer Basiswerte) auf dem Konto des Verkäufers wird eine ungedeckte Option (Naked Put Writing) ausgestellt. Der Betrag der Margin wird analog wie bei der Call-Option berechnet, mit einem Unterschied zur ersten Methode: Die Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Marktkurs wird dann berechnet, wenn der Marktkurs höher ist.
Die verschiedenen Situationen für Käufer und Verkäufer von Optionen hinsichtlich der Erzielung eines Gewinns oder eines Verlustes können in graphischer Form dargestellt werden, wobei der Preis des Basiswertes mit 100 angenommen wird:
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Die Transaktionen mit Optionen werden über Finanzvermittler in Form von Standardaufträgen (Orders) getätigt. Sie haben die gleiche Form und Bedeutung wie die auf anderen Märkten verwendeten.
In Abhängigkeit vom Typ des Basiswertes und der Umlaufmärkte gibt es börsliche und außerbörsliche (OTC, over-the-counter):
- Indexoptionen
- Devisenoptionen
- Zinsoptionen
- Aktienoptionen
- Warenoptionen
Man kann den Kauf und den Verkauf verschiedener Optionen zur Realisierung der Preispläne kombinieren, die graphisch veranschaulicht werden können. Wir zeigen einige häufig angewendete Options-„Strategien“:
„Vertikale Spreads“ setzen einen Kauf und Verkauf von Optionen mit verschiedenen Ausübungspreisen voraus.
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„Volatile Strategien“, die auf den Prognosen der Veränderlichkeit der Kurse beruhen. Hauptfrage der Prognose ist: Bleiben sie so oder gibt es keinen Preis in einem bestimmten Intervall?
Lange und kurze Straddles: Kauf von Call- und Put-Optionen mit gleichem Ausübungspreis und gleichem Verfallsdatum oder Verkauf zu den gleichen Bedingungen.
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Lange und kurze Strangles: Kauf von Call- und Put-Optionen mit gleichem Verfallsdatum, aber unterschiedlichem Ausübungspreis.
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Langer und kurzer Butterfly-Spread. Kauf eines Butterfly-Spread: Kauf einer Call-Option „im Geld“, Verkauf von zwei Call-Optionen „am Geld“ und Kauf einer Call-Option „aus dem Geld“ mit gleichem Verfallsdatum.
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